Gebäude

Gebäude und Klima

Zum Sektor Gebäude gehören alle Emissionen, die beim Heizen mit fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas entstehen. In Deutschland gibt es ungefähr 21 Millionen Gebäude – davon sind etwa 19 Millionen Wohngebäude und 2 Millionen Nichtwohngebäude (Deutsche Energie-Agentur (dena) 2021). Nichtwohngebäude sind zum Beispiel Schulen, Büros, Sporthallen oder Einkaufszentren.

Heizen heizt das Klima auf

In Deutschland werden die meisten Gebäude mit Gas oder Öl geheizt. Auch das Wasser in Küche und Bad wird oft mit Gas und Öl erwärmt. Dabei entstehen Treibhausgase. Um treibhausgasneutral zu werden, müssen viel mehr Gebäude auf nachhaltige Heizungsanlagen wie zum Beispiel Wärmepumpen umgerüstet werden.

Gut gedämmt ist halb gewonnen

Wie viel Energie benötigt wird, um ein Gebäude zu heizen, hängt davon ab, wie es gebaut ist. Wenn ein Gebäude schlecht gedämmt ist, geht viel Wärme durch die Wände oder durch undichte Fenster und Türen verloren. Das ist vor allem bei alten Häusern ein Problem, die noch nicht saniert worden sind. Ist ein Gebäude gut gedämmt, braucht es viel weniger Heizenergie, um warm zu werden – das bedeutet: Ein gut gedämmtes Gebäude hat eine bessere Energieeffizienz als ein schlecht gedämmtes Gebäude. Es gibt gesetzliche Regeln dafür, wie energieeffizient neue Häuser mindestens sein müssen. Vor allem müssen aber Gebäude, die es schon gibt, dringend saniert und besser gedämmt werden.

Treibhausgase im Sektor Gebäude

Der Gebäudesektor ist für ungefähr 15% der deutschen Treibhausgase verantwortlich. (Umweltbundesamt 2022) Eigentlich müsste diese Zahl viel größer sein. Denn viele Emissionen, die beim Bauen und bei der Nutzung von Gebäuden entstehen, zählen gar nicht zum Sektor Gebäude. Emissionen, die bei der Herstellung von Baustoffen wie Beton oder Stahl entstehen, werden zum Sektor Industrie gezählt. Ähnlich ist es bei der Erzeugung von Strom, den wir in unseren Gebäuden benutzen: Die Emissionen, die hier entstehen, zählen zum Sektor Energie. (Deutscher Bundestag 2019)

So wird in Deutschland geheizt

In den meisten Gebäuden in Deutschland werden die Heizungen sowie die Anlagen zur Erwärmung von Wasser mit fossilen Energieträgern wie Öl und Gas betrieben. Der Anteil von erneuerbaren Energien beim Heizen und beim Warmwasser beträgt in Wohngebäuden nur etwa 17%. (Deutsche Energie-Agentur (dena) 2021) Andere Sektoren sind da weiter: Bei der Stromerzeugung beträgt der Anteil von erneuerbaren Energien schon ungefähr 40%. (Statistisches Bundesamt 2022)

Es geht nur mit allen gemeinsam

Bis zum Jahr 2045 sollen alle Gebäude in Deutschland treibhausgasneutral geheizt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind alle gefragt: Politiker*innen, Architekt*innen, Planer*innen, Handwerker*innen und die Menschen, die in den Gebäuden leben und arbeiten.

Wichtige Handlungsfelder

Bis zum Jahr 2045 will Deutschland treibhausgasneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es Veränderungen im Gebäudesektor. Hier werden die wichtigsten Handlungsfelder vorgestellt.

Alte Häuser klimafreundlich machen

Den Energieverbrauch im Sektor Gebäude deutlich zu reduzieren, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Treibhausgasneutralität. Durch die Dämmung von Wänden und Dächern oder das Austauschen von alten Fenstern kann viel Energie beim Heizen eingespart werden. Für die Sanierung von Häusern gibt es Förderprogramme – Menschen können Geld vom Staat bekommen, wenn sie ihre Häuser besser dämmen. Das soll mehr Menschen motivieren, ihre Häuser zu sanieren und vor allem Menschen mit wenig finanziellen Mitteln unterstützen.

Klimafreundliche Baustoffe

Bei der Herstellung von Stahl, Beton und Zement entsteht sehr viel CO2. Allein die Zementindustrie ist für 7% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich! ( Deutsche Energie-Agentur (dena) 2021) Die Verwendung von klimafreundlichen Baustoffen wie Holz oder Lehm kann einen Beitrag dafür leisten, Treibhausgasemissionen in der Baubranche zu reduzieren. Übrigens: Sogar Hochhäuser können aus Holz gebaut werden!

Weniger Energie und Baustoffe verbrauchen

Gut gedämmte Häuser und klimafreundliche Baustoffe allein reichen nicht. Für einen treibhausgasneutralen Gebäudesektor ist es notwendig, den Verbrauch von Energie und Baustoffen insgesamt zu reduzieren. Das geht zum Beispiel, indem wir unser Verhalten beim Heizen und beim Warmwasserverbrauch ändern. Aber auch die Wohnfläche pro Person spielt eine wichtige Rolle: Die Menschen in Deutschland haben immer größere Wohnungen und Häuser. Dadurch steigt auch der Verbrauch von Energie und Baustoffen pro Person.

Die Wärmewende

In Deutschland wird Wärme meistens mit fossilen Brennstoffen erzeugt, zum Beispiel mit Gas- oder Ölheizungen im Keller oder in der Wohnung. Dabei entstehen viele Treibhausgase. Um den Gebäudesektor treibhausgasneutral zu gestalten, müssen wir weg von der Verbrennung fossiler Brennstoffe und brauchen andere Wege, um Wärme zu erzeugen. Diese Veränderung heißt auch Wärmewende. Es gibt schon viele klimafreundliche Wege der Wärmeerzeugung. Zum Beispiel:

Wärmepumpen

Wärmepumpen bringen Wärme von draußen nach drinnen ins Haus hinein, zum Beispiel Wärme aus der Umgebung oder Wärme aus tieferen Erdschichten oder dem Grundwasser. Um die Wärme von draußen auf eine höhere Temperatur zu bringen, braucht die Wärmepumpe Strom. Wenn dieser aus erneuerbaren Energien kommt, kann mit der Wärmepumpe treibhausgasneutral geheizt werden.

Geothermie

Unter der Erde ist Wärme gespeichert. Geothermieanlagen machen diese Wärme für uns nutzbar, zum Beispiel indem Wasser in tiefen Leitungen durch die warme Erdkruste geleitet wird und sich so erwärmt. Je tiefer die Leitungen verlaufen, desto wärmer wird das Wasser. Dafür wird meistens bis zu 400m (bei manchen Anlagen aber bis zu 4.000 m!) tief in die Erde gebohrt. (Bayrisches Landesamt für Umwelt 2016) Das warme Wasser kann dann für die Heizung oder für das Warmwasser in Gebäuden genutzt werden.

Solarthermie

Solarthermieanlagen nutzen Sonnenenergie, um Wasser zu erwärmen. Solarthermieanlagen können zum Beispiel auf Hausdächern installiert werden und so die Warmwasserversorgung und die Heizung unterstützen. Es gibt aber auch große Solarthermieanlagen, die Wärme für ganze Siedlungen erzeugen. Die Wärme wird dann über Leitungen zu den verschiedenen Häusern transportiert. Das wird Fernwärme genannt.

Werdet aktiv: Klimaschutz an eurer Schule

Heiz-Check

Worum geht’s? Mit Hilfe der Materialien im KlimaPaket Gebäude wie zum Beispiel Thermometerkarten, Heizungsentlüftungsschlüsseln oder einem Infrarotthermometer könnt ihr einfache Maßnahmen an eurer Schule durchführen und so den Verbrauch von Heizenergie reduzieren. Das macht Spaß und verhindert Treibhausgasemissionen.

Mit folgenden Maßnahmen könnt ihr an eurer Schule Heizenergie sowie Treibhausgase einsparen:

Temperatur messen mit den Thermometerkarten

Die Thermometerkarte ist eine Karte im Bankkarten-Format mit einem integrierten Folienthermometer. Folienthermometer bestehen aus Flüssigkristallen, die je nach Temperatur ihre Farbe ändern. Auf einer Temperatur-Skala von 12 bis 32 Grad erscheint die Zahl farbig, die der aktuellen Raumtemperatur entspricht.

Nehmt euch Thermometerkarten aus dem KlimaPaket Gebäude und messt die Temperaturen in unterschiedlichen Räumen. Protokolliert die Werte. Wenn nur ein Grad weniger geheizt wird, kann 6 % Energie eingespart werden. Natürlich solltet ihr nicht frieren, aber prüft, ob manche Räume vielleicht zu stark geheizt werden. Hinweis: Werden genutzte Räume allerdings gar nicht geheizt, besteht die Gefahr, dass sie feucht werden und sich Schimmel bildet.

Das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg schlägt zum Beispiel folgende klimafreundliche Temperaturen für verschiedene Räume in Schulen vor:

  • Klassenräume 20 °C
  • Lehrerzimmer, Aufenthaltsräume 20 °C
  • Toiletten 15 °C
  • Flure, Treppenhäuser 12 °C
  • Sporthallen 14 – 18 °C
  • Umkleideräume 22 °C

(Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg: Infoblatt Umwelt und Klima Nr. 3 HEIZEN UND LÜFTEN. Unter: https://li.hamburg.de/contentblob/15404642/adaee82544c6528bd3ce8d8652054e1d/data/pdf-infoblatt-heizen-und-lueften.pdf, letzter Zugriff: 09.02.2023)

Nachts kann die Temperatur verringert werden, die Räume sollten aber nicht komplett auskühlen. In den Ferien oder während Klassenfahrten sollte die Heizung auf Frostschutzposition eingestellt werden, um den leeren Raum nicht unnötig zu heizen. (KM Baden-Württemberg 2023: FAQ – Energieversorgung an Schulen und Kitas. Unter: https://km-bw.de/,Lde/startseite/schule/FAQ+-+Energieversorgung+an+Schulen+und+Kitas#:~:text=Vorgaben%20f%C3%BCr%20die%20Raumtemperatur%20in,sitzenden%20T%C3%A4tigkeiten%20als%20ausreichend%20an, letzter Zugriff: 09.02.2023)

Prüft außerdem, ob ihr die Raumtemperatur selbst regulieren könnt oder die Heizungsthermostate festgestellt sind. Wird die Schule auch abends und am Wochenende geheizt? Organisiert ein Gespräch mit der Schulleitung und der*m Hausmeister*in. Berichtet von euren Beobachtungen und findet gemeinsam einen Weg, eure Verbesserungsvorschläge umzusetzen.

Richtiges Lüften

Wie lüftet ihr im Klassenzimmer? Am besten ist es, jede Stunde für etwa drei Minuten alle Fenster zu öffnen – sogenanntes Stoßlüften. Dauerlüften – also die Fenster längere Zeit gekippt zu halten, kühlt Wände und Böden aus und ist nicht zu empfehlen.

Heizungen entlüften mit den Heizungsentlüftungsschlüsseln

Sprecht mit den Hausmeister*innen und fragt, ob die Heizungen in eurer Schule regelmäßig entlüftet werden. Die Entlüftungsschlüssel könnt ihr auch zu Hause anwenden. Hier findet ihr eine Anleitung zum Entlüften von Heizungen zu Hause: https://www.co2online.de/energie-sparen/heizenergie-sparen/heizkosten-sparen/heizung-entlueften-anleitung/.

Langfristige Maßnahmen

Folgende Vorschläge sparen nicht sofort Treibhausgase ein, sind aber wichtig für den Weg in Richtung eines treibhausgasneutralen Schulgebäudes:

Besuch der Heizanlage

Die Heizung erzeugt den größten Anteil an Treibhausgasen einer Schule. Macht euch gemeinsam mit dem*der Hausmeister*in mit der Heizungsanlage eurer Schule vertraut. Wie werden eure Klassenzimmer geheizt? Was für eine Heizung habt ihr überhaupt? Fernwärme? Erdgas? Oder etwas ganz anderes?

Falls mit Öl oder Gas geheizt wird: Fragt nach, ob Baumaßnahmen oder eine Erneuerung der Heizungsanlage geplant sind. Vielleicht könnt ihr mit der Schulleitung sprechen und darauf hinwirken, dass in Zukunft mit erneuerbaren Energien geheizt wird.

Wärmeverlust messen mit den Infrarotthermometern

Mit einem Infrarotthermometer können die Temperaturen von Oberflächen berührungslos gemessen werden.
Das Thermometer kann vielfältig eingesetzt werden:

  • Indem ihr die Temperatur einer Wand, eines Fensters oder der Zimmerdecke messt, könnt ihr die Wärmedämmung prüfen.
  • Die Temperatur der Kühlschranktür gibt Auskunft über ihre Isolierung bzw. Energieverluste. Je wärmer die Tür ist, desto besser isoliert sie.
  • Ist das ausgeschaltete Gerät warm, hat es einen Stand-by-Verbrauch.

Untersucht Wände, Fenster, Türen und Geräte in eurem Schulgebäude. Spürt auf, wo besonders viel Energie verloren geht. Markiert die Orte – zum Beispiel mit Klebepunkten. Organisiert einen Rundgang mit dem*r Hausmeister*in und der Schulleitung. Macht sie auf die Energieverluste aufmerksam. Überlegt gemeinsam, welche Verbesserungen möglich sind und wie sie umgesetzt werden können.

Drei weitere Ideen

Untersucht die Heizungsanlage in eurer Schule

Wie – beziehungsweise mit was wird eigentlich an eurer Schule geheizt? Findet jemanden an eurer Schule, der*die euch die Heizungsanlage zeigen und erklären kann. Recherchiert
anschließend online mehr über den Energieträger (Gas, Fernwärme …), den ihr an der Schule nutzt.

Leerstand nutzen

Gibt es in eurer Schule oder eurem Ort leerstehende Räume oder sogar ganze Gebäude? Renovieren ist nachhaltiger als neu zu bauen! Informiert euch zu diesem Thema und sprecht mit dem*der Klimaschutzmanager*in in eurem Ort. Vielleicht könnt ihr einen Ideenwettbewerb für leerstehende Gebäude veranstalten. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Reparaturwerkstatt in einer alten Garage oder einem Kunstatelier für die Kunst-AG in einem Gewächshaus?

Macht das Schulgelände grün

Bepflanzte Flächen haben eine kühlende Wirkung in heißen Sommern und sind gut für die Pflanzen- und Insektenvielfalt. Sprecht mit Lehrer*innen, Hausmeister*innen und der Schulleitung: Könnt ihr Hochbeete aufstellen oder sogar das Schuldach oder die Fassade begrünen?

Quellen

Gebäude und Klima

Deutsche Energie-Agentur (dena) (2021): DENA-GEBÄUDEREPORT 2022. Zahlen, Daten, Fakten. Unter: https://www.dena.de/fileadmin/dena/Publikationen/PDFs/2021/denaGebaeudereport_2022.pdf, letzter Zugriff 12.12.2022.
Umweltbundesamt (2022): Trendtabellen THG nach Sektoren. Unter: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/361/dokumente/2022_03_15_trendtabellen_thg_nach_sektoren_v1.0.xlsx, letzter Zugriff 12.12.2022.
Deutscher Bundestag (2019): Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung zur Umsetzung des Klimaschutzplans 2050. Unter: https://dserver.bundestag.de/brd/2019/0526-19.pdf, letzter Zugriff 19.01.2023.
Statistisches Bundesamt DESTATIS (2022): Bruttostromerzeugung in Deutschland für 2019 bis 2021. Unter: https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Energie/Erzeugung/Tabellen/bruttostromerzeugung.html, letzter Zugriff 12.12.2022.

Wichtige Handlungsfelder

Deutsche Energie-Agentur (dena) (2021): siehe Quellenangabe „Gebäude und Klima“.
Bayrisches Landesamt für Umwelt (2016): Erdwärme – die Energiequelle aus der Tiefe. Unter: https://www.lfu.bayern.de/buerger/doc/uw_20_erdwaerme.pdf, letzter Zugriff 22.12.2022.

Werdet aktiv: Klimaschutz an eurer Schule

Verbraucherzentrale (2022): Heizung: 10 einfache Tipps zum Heizkosten sparen. Unter: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/heizung-10-einfachetipps-zum-heizkosten-sparen-13892, letzter Zugriff 02.12.2022.

Maßnahmen Klimaschutzplan

Im Jahr 2016 hat die Bundesregierung den Klimaschutzplan beschlossen. Der Klimaschutzplan beschreibt Deutschlands Weg zur Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2045 und enthält Ziele und Maßnahmen für bestimmte Sektoren.

Hier fassen wir die geplanten Maßnahmen im Sektor Gebäude zusammen.

Klimaneutraler Gebäudebestand: In Zukunft sollen alle Gebäude in Deutschland treibhausgasneutral betrieben werden. Dafür ist es wichtig, dass die Gebäude weniger Energie verbrauchen (= höhere Energieeffizienz) und mit erneuerbaren Energien heizen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die Regeln für den Bau neuer Gebäude Schritt für Schritt angepasst werden. Für bereits gebaute Gebäude sollen langfristige Strategien entwickelt werden, damit diese klimafreundlich gemacht werden. Bei neuen und alten Gebäuden sollen die Heizsysteme nach und nach auf erneuerbare Energien umgestellt werden.

Nachhaltiges Bauen: Die Bundesregierung will verschiedene Anreize prüfen und schaffen, damit mehr nachwachsende Bau- und Dämmstoffe beim Bauen verwendet werden (z. B. Holz oder Hanffasern). Bei der Herstellung, Verarbeitung, Entsorgung und Wiederverwertung von Baustoffen entstehen Emissionen – diese sollen in Zukunft mitberücksichtigt werden. Neue Gebäude sollen nicht nur nachhaltiger werden, sondern auch besser an die Bedürfnisse der Menschen angepasst sein, z. B. durch mehr Barrierefreiheit.

Städte, Regionen und Gemeinden der Zukunft: Die Bundesregierung will die Forschung zum Thema Raum- und Stadtentwicklung unterstützen. Die Ergebnisse sollen Städten, Regionen und Gemeinden dabei helfen, klimafreundlicher zu werden und Lösungen für Herausforderungen wie den demografischen Wandel aufzeigen.

Sektorkopplung und Wärmeversorgung im Quartier: Die Vernetzung von Gebäuden mit dem Verkehrs- und Industriesektor und der Energiewirtschaft wird immer wichtiger. Strom, der mit Solaranlagen auf dem Dach erzeugt wird, kann zum Beispiel auch zum Aufladen von Elektrofahrzeugen genutzt werden. Überschüssige Wärme, die in Fabriken entsteht, kann zum Heizen von Gebäuden in der Nähe genutzt werden (Kraft-Wärme-Kopplung). Erneuerbarer Strom soll auch im Gebäudebereich eine immer größere Rolle spielen. Es braucht eine Systemumstellung, die zu einer emissionsarmen Wärmebereitstellung führt. Um das zu erreichen, soll geforscht und innovative Technologien entwickelt werden. Die Hürden erneuerbare Energien zu integrieren, sollen für Immobilienunternehmen oder Gebäudeeigentümer*innen verringert werden. Darüber hinaus sollen in Mustersiedlungen neue Formen der Vernetzung und Sektorkopplung erprobt werden, wie zum Beispiel die intelligente Steuerung der Haustechnik.